Budget 2018 des Staats Freiburg: der VPOD verlangt eine Lohnerhöhung von 1,6%

Der vom Freiburger Staatsrat veröffentlichte Budgetentwurf 2018 bestätigt einmal mehr dass sich die finanzielle Situation des Kantons Freiburg sehr günstig entwickelt. Die Sparmassnahmen müssen vergütet werden 

© Valdemar Verissimo

Vor diesem Hintergrund verlangt der VPOD Region Freiburg vom Staatsrat, dass er seine Zusagen einhält und die von 2014 bis 2016 als Sparmassnahmen erhobenen Beträge wieder zurückerstattet, in Form von Lohnmassnahmen zugunsten des Personals des öffentlichen und halbffentlichen Dienstes des Kantons Freiburg.

Als 2013 im Bereich der Löhne Sparmassnahmen beschlossen wurden, (Aufhebung / Verschiebung der jährlichen Lohnerhöhungen; Erhebung von sogenannten «Solidaritätsbeiträgen“) hatte sich die Freiburger Regierung verpflichtet, sich mit der „Vergütung der finanziellen Einbusse“ zu befassen, „sobald es die Finanzlage erlaubt“ (Botschaft vom 3. September 2013). Die Fakten haben gezeigt, dass zwischen 2014 und 2016 die finanzielle Lage des Kantons Freiburg besonders gut war: die kumulierten Gewinne der Jahresrechnungen (ohne ausserordentliche Finanzvorfälle) beliefen sich auf 213 Millionen Franken, und das Nettovermögen ist von 89,6 Millionen auf 1,087 Milliarden Franken gewachsen.

Der VPOD Region Freiburg verlangt nun, dass der Freiburger Staatsrat dem Personal eine Reallohnerhöhung von 1% auf den 1. Januar 2018 gewährt. Kumuliert mit jener am Anfang dieses Jahres beschlossenen Erhöhung von 0,4% ermöglicht uns diese Reallohnerhöhung, das 2016 festgelegte Ziel zu erreichen, und zwar die Vergütung der Sparmassnahmen in ei- nem Umfang, der einer Lohnerhöhung von 1,5% entspricht.

Selbstverständlich muss diese Aufwertung der Löhne zur Anpassung der Löhne an den Index der Lebenshaltungskosten (momentan 0,6%) dazugeschlagen werden.